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15.8.2021

Die 3 besten Argumente, Gewerbeimmobilien jetzt mit Ladeinfrastruktur auszustatten

Das Zukunftskonzept, mit dem nachhaltiger und klimaschonender Verkehr dabei endlich Realität werden kann, ist die Elektromobilität.
Joachim Lang
VP Real Estate

Die Verkehrswende ist unausweichlich. Das Zukunftskonzept, mit dem nachhaltiger und klimaschonender Verkehr dabei endlich Realität werden kann, ist die Elektromobilität.

Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) ist bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn so kann sichergegangen werden, dass unsere Gebäude in Zukunft über die nötigen Lademöglichkeiten verfügen. Doch es gibt noch mehr Gründe, weshalb sich Immobilienfirmen jetzt mit Elektromobilität beschäftigen sollten. Lesen Sie hier, warum es so entscheidend ist, Ladeinfrastruktur für Gewerbeimmobilien nicht auf morgen zu verschieben.

Was bedeutet das GEIG? Bei einem Neubau beziehungsweise einer größeren Renovierung von Nichtwohngebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen ist künftig jeder fünfte Stellplatz mit Schutzrohren für Elektrokabel (Leitungsinfrastruktur) auszustatten. Zusätzlich ist auf entsprechenden Parkplätzen von Nichtwohngebäuden mindestens ein Ladepunkt zu errichten.

Deshalb sollte Ladeinfrastruktur in keiner Gewerbeimmobilie mehr fehlen

Eine emissionsfreie Zukunft mit Elektromobilität ist nur mithilfe einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur zu erreichen. Gewerbeimmobilien als Ladestandorte spielen dabei eine große Rolle. Wir haben für Sie die drei wichtigsten Gründe zusammengetragen, warum Sie mit der Installation von Ladesäulen in Ihren Gewerbeimmobilien nicht mehr länger warten sollten:

1. Der Bedarf ist hoch

Bereits seit 2020 bezuschusst das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Deutschland die Anschaffung von privaten Ladestationen. Wenn also Eigenheimbesitzer und Wohnungseigentümer vermehrt Ladestationen am Wohngebäude installieren können, ist dann überhaupt davon auszugehen, dass Lademöglichkeiten in Gewerbeimmobilien stark nachgefragt werden?

Ja! Bis 2030 sollen 10 Millionen E-Autos in Deutschland zugelassen sein, so die Zielsetzung der Bundesregierung. Der daraus resultierende Bedarf an Lademöglichkeiten kann nicht allein durch private Ladestationen an Wohngebäuden gedeckt werden. Wer ein Elektroauto fährt, muss dieses immer dann laden können, wenn es notwendig ist – also nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs oder an der Arbeitsstelle.

Im Positionspapier Ladeinfrastruktur hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Zahlen ausgedrückt, wie viele öffentliche Ladestationen bis 2030 nötig sein werden, wenn 10 Millionen Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen rollen. Und zwar: Bis zu 1 Million Normalladepunkte und zusätzliche 70.000 bis 100.000 Schnellladepunkte.

Zum Vergleich: Aktuell stehen 41.751 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung (Stand 1. April 2021). Das bedeutet, 17 E-Autos teilen sich in Deutschland einen öffentlichen Ladepunkt. Die Europäische Union empfiehlt eine maximale Anzahl von zehn.

Beim Blick auf diese Zahlen wird schnell klar: Der Bedarf an öffentlichen Ladestationen ist noch lange nicht gedeckt. Worauf es jetzt ankommt, ist, dass ab sofort mehr Lademöglichkeiten in Gewerbeimmobilien zur Verfügung stehen.

Sie fragen sich, wo Immobilienfirmen dabei ins Spiel kommen? Ganz einfach: Ladesäulen sind für Gebäudenutzer*innen kein optionaler Pluspunkt mehr – sie können vielmehr nicht mehr auf Ladestationen im Firmengebäude verzichten. Das hat folgenden Grund:

2. Dienstwagenflotten werden immer grüner 

Immer mehr Unternehmen stellen ihre Dienstwagenflotte auf „Elektro“. Das ergab eine Untersuchung zum Stand der Elektrifizierung in deutschen Flotten von Dataforce.

Dabei wurden im März dieses Jahres 417 Fuhrparkverantwortliche unterschiedlicher Flottengrößen und Branchen befragt. Besonders bei größeren Fuhrparks von mehr als 50 Automobilen gaben die Befragten als Kaufkriterium für E-Dienstwagen folgendes an: Die Dienstwagenfahrer*innen forderten es.

Die treibende Kraft hinter der zunehmenden Elektrifizierung der Firmenflotten ist die Arbeitnehmerschaft. Überraschend ist das nicht. Denn Steuervorteile für E-Dienstwagen machen den Arbeitnehmer*innen die Stromer schmackhaft: Anstelle von einem Prozent des Bruttolistenpreises wie bei Autos mit Benzin- oder Dieselmotor, müssen für Firmenwagen mit Elektroantrieb nur 0,25 Prozent steuerlich geltend gemacht werden.

Aber auch für das Unternehmen ergibt sich eine bessere Kostenbilanz, wenn die Unternehmensflotte aus Stromern besteht. Lange Zeit wurde angenommen, Elektroautos wären kostenmäßig eher ungünstig, neuerdings ist jedoch klar: Elektroautos rechnen sich besser als Verbrenner.

Betrachtet man nämlich nicht nur den Kaufpreis der E-Autos, sondern die gesamte Kostenbelastung, die TCO (Total Cost of Ownership), ist zu erkennen, dass Halter*innen von Elektroautos wesentlich besser davonkommen. Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat dazu die Unterhaltskosten von Elektrofahrzeug und Verbrennern gegenübergestellt. Dabei kam heraus: Zum einen ist für CO₂-emittierende Fahrzeuge aufgrund von höherer Kfz-Steuer und steigenden Spritpreisen eine stärkere Abgabenlast zu erwarten, zum anderen schneiden Elektroautos dank geringerer Verbrauchskosten und niedrigem Wartungsaufwand besser ab.

Nicht nur Mitarbeiter*innen profitieren demnach vom Umstieg auf den Dienstwagen-Stromer. Aufgrund von Kostenvorteilen für die Unternehmen ist zudem damit zu rechnen, dass wir immer mehr E-Dienstwagen in den Flotten entdecken.

3. Die Elektrifizierung von Dienstwagen startet erst richtig durch

Schon jetzt fahren immer mehr Dienstwagen mit Elektroantrieb. Falls es Ihnen dennoch so vorkommt, als steige die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur in Gewerbeimmobilien nur schleppend an, liegt es vor allem daran: Mithilfe von Kaufförderung und Steuervorteilen beginnt die Elektrifizierung von Dienstwagen in Deutschland gerade erst. Eine von Transport & Environment (T&E) in Auftrag gegebene Analyse ergab: Die große Mehrheit der gewerblichen Neuzulassungen (87 %) sind bis jetzt noch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Der große Zuwachs an E-Dienstwagen liegt demnach noch vor uns. 

Wir nehmen zudem an, dass Dienstwagen mit Elektroantrieb in Zukunft stärker in den Fokus von Fördermaßnahmen rücken. Denn will die Bundesregierung die Klimaziele bis 2030 erreichen, bietet die Elektrifizierung der Dienstwagenflotten eine enorme Chance: 76 % der CO₂-Emissionen von Neuwagen in Deutschland gehen auf Dienstwagen und gewerblich zugelassene Fahrzeuge zurück. Würden alle neuen gewerblich zugelassenen Fahrzeuge bis 2030 elektrifiziert werden, könnten die gesamten Pkw-Emissionen in Deutschland um fast ein Drittel verringern werden.

Fazit: Der richtige Zeitpunkt für Ladeinfrastruktur ist jetzt

Der Bedarf an Lademöglichkeiten in gewerblich genutzten Gebäuden ist nicht zu übersehen. Für Immobilienunternehmen ist es daher wichtig, das Thema Elektromobilität für die Zukunft jetzt – und nicht später – anzugehen.

Die Elektrifizierung von Firmenflotten steht in den Startlöchern. Hier wird sich noch vieles tun. Einmal in Bewegung gesetzt, wird die Nachfrage für Ladestationen in Gewerbeimmobilien in die Höhe schnellen und die Nutzer*innen nicht mehr ohne in-house Ladestationen auskommen können.

Je früher Gewerbeimmobilien also mit Ladeinfrastruktur ausgestattet sind, desto besser. Denn so gehen Sie sicher, dass die Vermietbarkeit der Objekte in Zukunft gegeben ist.

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